Presseartikel 2009

MM  09.07.2010

Schriesheim: ASS erhielt Preis von renommierter Körber-Stiftung.

Die Aktiven berichten, wie die Bewertung durch die Jury und die Preisverleihung ablief.

20 000 Euro für die Arbeit mit Senioren. Von unserer Mitarbeiterin Linda Wallitzer

,,Es hat stolz gemacht, aber nicht vom Sitz gerissen“, beschreibt Karl Reichert-Schüller sein Gefühl nach der telefonisch übermittelten Nachricht, dass der „Arbeitskreis Schriesheimer Senioren“ (ASS) einen von drei mit 20 000 Euro dotierten Projektpreisen des Ideenwett-bewerbs der Hamburger Körber-Stiftung erhalten würde. ,,Eine schöne Ehre, aber wir konnten uns nicht vorstellen, was auf uns zukommt", berichtet Reichert-Schüller vor der Presse nach der Rückkehr von der Preisverleihung in der Hansestadt. „Die Stiftung hat es sich nicht leichtgemacht“, lautet Reichert-Schüllers Eindruck von der Arbeit der Jury. Der Projektleiter der Stiftung, Alexander Thamm, war eigens in Schriesheim gewesen, um sich selbst ein Bild vom ASS zu machen. „Es hat ihm richtig gut gefallen, was und wie wir hier arbeiten“, schätzt Reichert-Schüller seinen Eindruck ein. Peter Sommer, Mitinitiator des Arbeitskreises, ergänzt: ,,Wir haben das Thema des Wettbewerbs wohl am besten getroffen".  So wuchs das „gute Gefühl“ immer mehr, auch in Hamburg die mit erfahrenen Leuten besetzte Jury der Körber-Stiftung von dem Wirken des Arbeitskreises überzeugen zu können. Zumal das ASS-Konzept denkbar einfach und überall machbar ist und viele Senioren anspricht, weil es vielfältige Aktivitäten ermöglicht und dabei auch noch die jeweilige Kommune mehr unterstützt, als dass es sie beansprucht. Eine der vielen Fragen seitens der Jury lautete: Was wird mit dem Preisgeld gemacht? Die Antwort seitens des ASS, damit über Jahre hinweg finanziell unabhängig sein zu wollen, sei bei der Jury gut angekommen, so Reichert- Schüller. Ebenso die Tatsache, dass in derZwischenzeit weitere Vorhaben verwirklicht wurden, wie die Broschüre ,,Wegweiser für Senioren“ und der neue regelmäßige Seniorentreff; als nächstes ist übrigens die Einrichtung einer eigenen Internet- Seite geplant. Angesichts dieser guten Basis reiste die ASS-Gruppe mit guter Stimmung nach Hamburg zur Preisvergabe. Dort feierte sie mit 400 geladenen Gästen und den Teil- nehmern der 20 ausgewählten „Beweger“ des Jahres 2010 in den prachtvollen Räumlich-keiten der Körber-Stiftung. ,,Wir haben dort eine gute Figur abgegeben", bewertet Reichert-Schüller die Veranstaltung. Dabei wurde auch der in Schriesheim entstandene Videofilm über die ASS-Arbeit und deren Einbindung in der Stadt gezeigt. Ein Portrait, das die ASS-Aktivitäten darstellt, ein Lob von Bürgermeister Höfer, für dessen Leistungen enthält und insgesamt Schriesheim als liebens und lebenswerte Stadt zeigt. Stichwort Körber-Stiftung:

- Sie ist benannt nach dem Hamburger Maschinenbau-Unternehmer Kurt Körber (1909-92),

  enger Freund von Alt-Bundeskanzler Helmut Schmidt.

- Ihr Vermögen: 510 Mio. Euro.

- Für ihren jetzigen Wettbewerb gab es 238 Bewerber aus ganz Deutschland; drei wurden

  mit je 20 000 Euro prämiert, unter anderem der ASS.

- Er vermittelt Senioren, die sich ehrenamtlich betätigen wollen. -tin

 

 

RNZ  15./16.08.2009

Schriesheim: (sk) „Siedler“ im Freien gespielt

Ferienspiel mit Schriesheims Jugendsozialarbeiterin (JSAin) Nicola Klamer

„Wer von euch kennt das Spiel 'Die Siedler von Catan'?", wollte JSAin Nicola Klamer wissen. Einige der 30 Kinder, die zum Ferienspiel in das Jugendhaus auf dem Push-Gelände gekommen waren, hoben zaghaft die Hände. Am Ende des Nachmittags kannten alle das Brettspiel, allerdings mit etwas veränderten Regeln. Beim „Siedler-Stationslauf“, den Frau Klamer zusammen mit Helfern des ASS auf dem Gelände aufgebaut hatte, ging es ebenso wie beim Gesellschaftsspiel um das Bauen von Straßen, Städten und Siedlungen. Wer am Ende des Spiels möglichst viele Städte in der Farbe seiner Mannschaft auf dem Spielplan verteilen konnte, wurde Sieger. Allerdings mussten sich die Kinder die dafür notwendigen Rohstoffe durch Geschicklichkeit und Tempo erst noch verdienen. Dazu galt es, die Auf- gaben an den 19 Spielstationen zu lösen. Petrus war den jungen ,,Siedlern" an diesem Nachmittag gewogen, und so ergab sich die ungewöhnliche Situation, dass sie ein Brettspiel spielen und sich dabei den ganzen Nachmittag an der frischen Luft aufhalten konnten, waren doch fast alle Spielstationen auf dem Außengelände verteilt. Bei Karl Reichert-Schüller war das ein Kreuzworträtsel mit kniffligen Fragen rund um Schriesheim. Ein verzwicktes Bilderrätsel, ein verdrehtes Wort und ein Labyrinth waren andere Denksportaufgaben. An Ruth Mayers Tisch mussten die Kinder ein Haus aus Spielkarten bauen, eine Station weiter galt es, mit einem Löffel im Mund einen ,,Brunnen" zu graben. Teamgeist war gefragt, als die Gruppe einen Zollstock nur auf den ausgestreckten Fingern balancieren und auf den Boden legen musste, und auf das Tempo kam es an, als die Kinder versuchen mussten, in kurzer Zeit möglichst viele Wäscheklammern an ihre T-Shirts zu heften. Ganz praktisch war die Aufgabe, einen sauberen, nicht zu stramm sitzenden Verband um das Handgelenk eines anderen Kindes zu wickeln. Wieder ganz im Sinne des „Siedler“-Spiels war der Aufbau einer „Wasserversorgung“, bei dem es darauf ankam, Wasser in einem mit Stoff ausgelegten Sieb zu transportieren. Punkte gab es, wenn möglichst viel Wasser im Ziel ankam. Zwischen den einzelnen Aufgaben konnten sich die Kinder mit Apfelschorle stärken. Dann ging es an die Punkteverteilung. Für Gold ließen sich alle möglichen Rohstoffe kaufen, mit denen dann auf dem Spielbrett Siedlungen und Städte gebaut wurden. Am Ende des spannenden Spielenachmittags gab es eine Siegermann- schaft. Tränen flossen bei den anderen jedoch nicht, konnte doch jeder bei den unter- schiedlichen Aufgaben seine Stärken unter Beweis stellen.

 

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RNZ  03.07.2009
Schriesheim: Wilhelm Busch konnte ein Lied davon singen

Gedicht- und Liedernachmittag in der Cafeteria des „Stammberg“ – „Inner Weel“ und ASS engagieren sich. Von Stephanie Kuntermann
Wer Wilhelm Busch nur mit „Max und Moritz“, „Fips, der Affe“ oder der „frommen Helene“ in Verbindung bringt, dem entgeht neben den bekannten Schüttelreimen und dem hinter- gründigen, bitterbösen Humor ein wahrer Schatz an Liebesgedichten. Diesen Schatz hob Karl Reichert-Schüller vom ASS kürzlich bei einer Lesung im Alten- und Pflegeheim „Stammberg“. Zum hundertsten Todesjahr Buschs gab es für die Bewohner daher vor allem die etwas leiseren Töne aus dessen Oeuvre zu hören, doch auch hier kam dann und wann der typische Busch-Humor durch. Mal geht es um den schmachtenden Jüngling, der am Haus der Angebeteten vorbei schleicht und sich die Beine in den Bauch steht, mal geht es im Stile von „Max und Moritz“ um eine Jungendfreundschaft, die in diesem Falle jedoch an einer hübschen kleinen Blondine scheitert. Beim „Klagelied eines Junggesellen“ fühlte sich mancher an den altjüng- ferlichen Lehrer Lämpel aus „Max und Moritz“ erinnert. Busch lässt seinen Junggesellen in  Knitte-lversen über entgangene Bequemlichkeiten lamentieren, wie sie eine damals übliche Hausfrauenehe mit sich brachte. Er schwärmte vom Rundum-Service mit regelmäßigen Mahlzeiten, einer aufgeräumten Wohnung und angenähten Hosenknöpfen, und Buschs wehmütiger Schlussgedanke galt dem kalten Bett, das keine treu sorgende Ehefrau anwärmte. „Busch war selbst Junggeselle“, erklärte Reichert-Schüller. Er wusste also, wovon er schrieb. Zwischen den Gedichtvorträgen spielte Detlev Gräbner virtuose Gitarrenstücke aus vier Jahrhunderten. Spanische Musik von Francisco Tarrega, niederländische Tänze und ein mexikanisches Volks- lied kamen ebenso gut bei den Zuhörern an wie etwa Renaissance-Kompositionen und das berühmte „Liebeslied“ aus der Feder eines anonymen Meisters. „Stammberg“-Leiter Peter Prott dankte mit Schriesheimer Wein und Sekt, den auch die Mitglieder des Service-Clubs  „Inner Wheel“ bekamen. Seit sechs Jahren betreuen sie ehrenamtlich die einmal in der Woche stattfindende Cafeteria in der Einrichtung. „Immer zwei Frauen übernehmen die Bedienung“, erklärte  „Inner Wheel“-Mitglied Karin Keppler.  „Mit unserem Personal wäre das nicht machbar“, dankte Prott. Das Projekt komme bei den Bewohnern sehr gut an. Bis vor einigen Jahren veran- staltete Inner Wheel auch „Bunte Nachmittage“. „Wir haben vor, so etwas in einem neuen Konzept wieder zu versuchen“, berichtete Ingeborg Scharf. Unter Leitung von Dr. Verena Schütz gibt der Serviceclub zudem die vierteljährlich erscheinende „'Stammberg'-Rundschau“ für die Bewohner heraus, außerdem eine Extra-Ausg- abe in der Weihnachtszeit.


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RNZ  11.05.2009

Schriesheim: (sk) Neues Betreuungsangebot

Arbeitskreis Schriesheimer Senioren (ASS) widmet sich den Kleinsten

Der ASS hat ein neues Projekt: Die rührigen Ehrenamtlichen bieten ab Montag nächster Woche eine „Kleinkinderbetreuung“ für Kinder im Alter von eins bis drei an, und zwar in den Räumen des Kindergartens Römerstraße. „Eltern, die berufstätig sind, einen Arztbe- such machen müssen oder einfach mal einen Nachmittag ́frei ́ haben und ausspannen wollen, können ihre Kinder von uns betreuen lassen", erklärt Ruth Mayer, eine der zwölf Frauen, die bei dem Projekt dabei sind. „Wir sind alle erfahrene Mütter und Großmütter, die sich hier in der Kleinkindbetreuung einbringen wollen“, ergänzt Organisatorin Erika Ziskoven. Männ- liche ASS-Mitglieder sind bislang noch nicht unter den Betreuern. Das kann sich jedoch noch ändern, denn weitere Helfer sind immer willkommen, schließlich ist das Projekt recht ,,personalintensiv", da eine Ehrenamtliche nicht mehr als zwei Kinder betreuen soll. „Wir wollen den Kindern unsere volle Aufmerksamkeit widmen, mit ihnen spielen, vorlesen oder bei schönem Wetter auch mal draußen auf dem Kindergarten-Areal spielen“, erklärt Ziskoven. Damit die Helferinnen planen können, sollten Eltern ihr Kind einige Tage vorher anmelden,  bis jeweils Donnerstagabend. Von 13.30 Uhr bis 16.30 Uhr wird die Betreuung angeboten. Eine „Gebühr“ wird nicht  verlangt, lediglich ein Kosten- beitrag von zwei Euro pro Nachmittag. „Wir arbeiten ehrenamtlich und treten nicht in Konkurrenz mit den Berufstätigen“, erklärt Karl Reichert-SchüIler. „Wir müssen aber auch darauf hinweisen, dass die Betreuung auf eigenes Risiko erfolgt, denn wir haben keine Versicherung. Unser Betreuungsschlüssel gewährt aber eine hohe Sicherheit.“ Die Kinder sollten gesund sein, darauf legen die „Großmütter“ Wert: „Außerdem sollten sie etwas zu essen und zu trinken mitbekommen, Kleidung zum Wechseln und Windeln“, so Ziskoven. Wer die Kinder bringt, sollte sie auch wieder abholen oder vorher eine bevollmächtigte Person beauftragen und das den Helfern mitteilen. Außerdem sollten sich die Eltern am Anfang noch ein wenig Zeit nehmen und die Kinder erst mit der neuen Umgebung und den zunächst fremden Personen vertraut werden lassen.

Info: Kinderbetreuung des ASS ab 18. Mai im Kindergarten Römerstraße.

Betreuung zwischen 13.30 und 16.30 Uhr.

Voranmeldung bis Donnerstagabend (Telefon 062 03 / 8 30 08).

Unkostenbeitrag: zwei Euro.

 

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