Presseartikel 2010

MM  07.12.2010

Schriesheim: Zum Tag des Ehrenamtes besucht der Ehrenamtsbeauftragte des Landes, Staatssekretär Wacker, den ASS Senioren auch für die Jugend engagiert.  Als sich vor drei Jahren Schriesheimer Senioren entschlossen, sich für die Allgemeinheit einzubringen, hat mancher darüber gelächelt. Doch heute sind die Junggebliebenen über 60 - nur einer liegt darunter- mit ihrer Fülle an Hilfsangeboten nicht mehr wegzudenken. Sie decken nahezu alle Bereiche ab, einschließlich Hausaufgabenhilfe, Vorlesen, Malen und Spielen mit Kindern. Ihre Hilfe ist ehrenamtlich, doch Anerkennung von offizieller Seite ist ihnen ohnehin mehr wert als Mammon. Unter der Fülle ehrenamtlicher Tätigkeiten in Baden-Württemberg stehe der ASS ganz oben, betonte der Ehrenamtsbeauftragte der Landes- regierung, Staatssekretär Georg Wacker, bei seinem Besuch zum Tag des Ehrenamtes. „Es ist schön, wenn man von berufener Stelle auf die Schulter geklopft bekommt", freute sich der Sprecher des ASS, Karl Reichert-Schüller, und berichtete, dass der ASS jetzt eine eigene Web-Seite hat, auf der sämtliche Angebote aufgelistet sind - „von der Wiege bis zur Bahre“, wie er nicht ohne Grund scherzt, denn er berichtet, dass neben Kleinstkinder- betreuung auch Grabpflege übernommen werde. Neben der direkten Betreuung bietet der ASS auch zahlreiche Vorträge an. So etwa über Patientenverfügung, Sicherheit im Alter oder Testamentsgestaltung und Erben. Jüngstes Kind der ASS ist das Tätigkeitsfeld in der Werkrealschule, und dies in Form von Lern- wie auch Lebensbegleitung. Elf Lernbegleiter unterstützen Schüler im Alter zwischen 14 und 15 Jahren. „Wir arbeiten eng mit den Schulen, aber auch mit den Kinder-gärten zusammen.“ Viel Aufmerksamkeit wird dem Vorlesen gewidmet, betonte Reichert-Schüller, so sei geplant, eine Lesepatenschaft mit der Altenbacher Grundschule einzugehen. Dies sei wichtig, gehe doch ansonsten das Lesen als Kulturtechnik verloren, lobt Wacker. Eine Studie habe ergeben, dass nur 42 Prozent Kindern vorgelesen werde. „Die Kinder werden immer mehr durch Medien berieselt, doch das ist kein Ersatz für das Buch“, betont Wacker. Wacker erkundigte sich nach der Resonanz der Bevölkerung auf den ASS. Und auch darüber konnte Reichert- Schüller nur Positives berichten. So fand der 84seitige Senioren-ratgeber „Wegweiser“ derart reißenden Absatz, dass man bereits an eine zweite größere Auflage denkt. Eine optimale Unter- stützung erfahre man auch durch die Stadt, die den Raum im Historischen Rathaus kosten- los zur Verfügung stelle. Doch der ASS denkt nicht daran, stehenzubleiben. Schon rücken neue Aufgaben ins Blickfeld, denkt man daran, die Nachbargemeinden mit ins Boot zu nehmen.  Herr Wacker versprach Unterstützung.

greg

 

RNZ  07.12.2010

„Steine aus dem Weg räumen“

Georg Wacker beim ASS: Politik soll Arbeit Ehrenamtlicher erleichtern Schriesheim. (ze) Seit Ende vergangener Woche ist der Arbeitskreis Schriesheimer Senioren (ASS) mit einer eigenen Seite im Internet vertreten. „Die Adresse ist www.ass-schriesheim.de“, verkündete Karl Reichert-Schüller, der Sprecher des ASS, bei einem Informationsgespräch mit Staatssekretär Georg Wacker. Dass sich Georg Wacker besonders für die ehrenamtliche Tätigkeit der Schriesheimer Senioren interessiert, kommt nicht von ungefähr. Schließlich ist er Ehrenamtsbeauftragter des Landes Baden-Württemberg und weiß, welche Bedürfnisse ehrenamtlich Tätige haben. „Sie wollen Anerkennung für das, was sie tun, wobei es die Aufgabe der Politik ist, die Arbeit der Ehrenamtlichen zu vereinfachen und Steine aus dem Weg zu räumen“, machte Georg Wacker deutlich. Die Politik kann aber auch für die notwendige Anerkennung sorgen. In Baden-Württemberg geschieht dies mit dem Ehren-amtspreis „Echt gut“, bei dem derzeit die Abstimmung für die Preisverleihung 2010 läuft. „Bis zum 15. Dez können Sie noch abstimmen“, rief Staatssekretär alle Bürger auf, ihre Stimme in der Endaus-scheidung unter www.echt-gut.de für eines der Projekte in den insgesamt sechs Kategorien abzugeben. In die engere Wahl um den Sonderpreis „Ehrenamt Impuls“, bei dem Projekte prämiert werden, die durch kreative und fortschritt- liche Ansätze oder Ideen neue Maßstäbe gesetzt und Entwicklungen angestoßen haben, ist der ASS gelangt (wir haben berichtet). Kein Wunder, denn bei dem vor drei Jahren gegründeten ASS scheinen die Ideen um neue Projekte nicht auszugehen. „Wir machen jetzt auch Lebens- und Lernbegleitung an der Kurpfalz Grund- und Werkrealschule, „stellte Karl Reichert-Schüller eines dieser neuen Projekte vor. Insgesamt elf Lernbegleiter, die meisten davon vom ASS, betreuen hierbei 14-bis 15-jährige Schüler bei ihrem Übergang von der Schule in den Beruf. „Es ist eines unserer herausforderndsten Projekte", befand der Sprecher des ASS. Ein anderes, recht neues Projekt sind Lesepatenschaften, bei denen Kinder vorgelesen bekommen, aber auch selbst nachlesen sollen. „Lesen ist eine elemen- tare Fähigkeit“, betonte Karl Reichert-Schüller. Das konnte Georg Wacker nur bestätigen, wobei Lesen als Kulturtechnik offensichtlich verloren zu gehen droht: „Eine Studie ergab, dass 42 Prozent der Eltern noch nie ihrem Kind aus einem Buch vorgelesen haben“, wusste der Staatssekretär aus Schriesheim. Doch nicht nur an die jüngere Generation richten sich die Aktivitäten des ASS. „Wir bieten Vorträge an, etwa zur Patientenverfügung oder zur Sicherheit im Alltag“, berichtete Reichert-Schüller über Aktionen, die für die Senioren gedacht sind. Deshalb will man auch die Broschüre „Wegweiser für Senioren“, deren erste Auflage von 1600 Stück längst vergriffen ist, neu auflegen. Im kommenden Jahr will man das in Angriff nehmen, sodass die Broschüre im Frühjahr 2012 in ihrer zweiten Auflage erscheinen kann. Auch dann soll darin erklärt werden, wo und wie sich speziell Senioren engagieren können, und wo sie Hilfe bekommen.

 

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RNZ  30./31.10./01.11. 2010

Schriesheim: (cab) Vortrag über Lage auf Zypern

Die politische Situation auf Zypern ist Thema eines Vortrags am Mittwoch, 3. November,

18:00 Uhr, zu dem der ASS ins Hotel ,,Zur Pfalz" einlädt. Referent Dr. Heinz Richter wird auch historische Hintergründe der geteilten Insel beleuchten. Der Zypernkonflikt hat seine Wurzeln in den 1950er Jahren. Als Großbritannien die Selbstverwaltung Zyperns vorschlug, wurde 1959 Erzbischof Makarios zum Staatspräsidenten gewählt. Im August 1960 wurde Zypern als unab- hängig erklärt und in die UN aufgenommen. Mit der militärischen Intervention der Türkei im Jahre 1974 in der Republik Zypern sollte der aus türkischer Sicht geplante Anschluss Zyperns an Griechenland verhindert und die Verfolgung und Unterdrückung der türkischen Zyprer beendet werden. Seither ist Zypern eine geteilte Insel. Im griechisch-zyprischen Südteil der Insel übt die Regierung der von den UN als Vertretung für ganz Zypern anerkannten Republik die Hoheitsgewalt aus. Die 1983 im türkisch-zyprischen Nordteil der Insel ausgerufene

„Türkische Republik Nordzypern“ wird nur von der Türkei anerkannt.

 

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RNZ  14./15.08.2010

Sie packen an, wo Hilfe gebraucht wird

Von Landrat Stefan Dallinger gab es ein dickes Lob für den Arbeitskreis Schriesheimer Senioren Schriesheim (ASS). (sk) „Auf diesen Preis dürfen Sie sehr stolz sein“, sagte Stefan Dallinger dem ASS. Damit sprach der neue Landrat die Senioren bei seinem Besuch im Büro des ASS auf den mit 20 000 Euro dotierten Preis der Körber-Stiftung an, die der Arbeitskreis unlängst erhalten hatte. Der neue Landrat war zu einem Gedankenaustausch in die Weinstadt gekommen und sparte dabei nicht mit Lob. „Sie schauen hin und packen an, wo Hilfe gebraucht wird“, sagte Dallinger. „Ohne Sie wäre die Gesellschaft sehr viel ärmer“, stellte der Landrat fest. „Als Peter Sommer und ich vor drei Jahren in den Ruhe- stand gingen, haben wir uns überlegt, gemeinsam etwas Sinnvolles zu tun, denn wir sind noch fit und können von unseren Berufserfahrungen profitieren“, blickte ASS-Sprecher Karl Reichert-Schüller auf die Anfänge der Initiative zurück. Ein Seniorenrat, wie er etwa in Weinheim existiert, sei nicht das Ziel gewesen, sondern eine unpo- litische Tätigkeit. Aus zwei sind mittlerweile knapp 50 Mitstreiter geworden, die sich in der bewusst lockeren Struktur wieder finden und sich in den verschiedensten gesellschaftlichen Bereichen einbringen wollen. Etwa in der Kleinkindbetreuung, die Erika Ziskoven leitet oder in der Aktion „Musik bewegt“, mit der Ernst-Wilhelm Schaulinski regelmäßig in den Schriesheimer Altenheimen zu Gast ist. „Demenzkranke wachen zur Musik regelrecht auf“, so seine Erfahrung. Nicht zuletzt schätzen es die Senioren aber auch, dass durch die Gemeinschaft Gleichgesinnter etwas zurückkommt. „Wir sind fast alle keine gebürtigen Schriesheimer“, berichtete Schaulinski. Durch die 14-täglichen Treffen sei es aber gelungen, ein tragfähiges Netzwerk zu bilden. Das komme nicht zuletzt auch der jüngeren Generation zugute. Bei ihrem Projekt „Lernbegleiter“, das trotz Einstellung der Finanzierung durch das Land weiter geführt wird, haben die Senioren zahlreiche weitere Mitstreiter erhalten. „Wir sind seit heute 13“, freute sich Peter Sommer. Bei diesem Projekt, das jetzt finanziell von der Stadt gefördert wird, können die Senioren ihre Erfahrung einbringen, geht es doch darum,  Jugendlichen den Wechsel ins Berufsleben zu erleichtern. An Stefan Dallinger hatten die Senioren eine Bitte, die Reichert-Schüller vortrug: „Machen Sie uns bitte in der Nachbar- schaft bekannt“. Dallinger sagte das gern zu und regte an, den ASS beim nächsten Tag des Ehrenamts vorzustellen, denn: „Ihre Begeisterung könnte an steckend wirken.“

 

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RNZ  12.08.2010

„Mit solchen Stiftungen arbeiten wir nicht zusammen“

Lothar Binding (SPD) war zu Gast beim ASS und klärte über die Hintergründe der Körber-Stiftung auf. Lob für Engagement der Senioren. Von Carsten Blaue, Schriesheim.

Das hatte sich der ASS sicher etwas anders vorgestellt. Gestern war SPD-Bundestagsabge- ordneter Lothar Binding bei den aktiven Rentnern zu Gast. Und diese hatten den Termin angekündigt als Folge ihrer mit 20 000 Euro dotierten Auszeichnung im „Transatlantischen Ideenwettbewerb“ der Körber-Stiftung (wir haben berichtet). So sei Binding einmal mehr auf den ASS aufmerksam geworden und wolle den Arbeitskreis und sein Wirken nun näher kennenlernen, hieß es im Vorfeld. Binding kam allerdings nicht nur zum Gratulieren ins ASS-Büro. Sondern auch zum Aufklären. Ist die Körber-Stiftung doch der einzige Aktionär der Körber-Gruppe, die heute 30 Maschinenbauunternehmen unter anderem aus den Bereichen Papier und Pharmaverpackungen unter ihrem Dach vereint.  Gründungsunter- nehmen und weitere Säule von Körber ist die Hauni Maschinenbau AG, die nach eigener Aussage Weltmarkt- und Technologieführer im Maschinenbau für die internationale Tabak- industrie ist. Und da hört für den Tabakgegner Binding der Spaß auf. Hauni baut Maschinen zur Tabakverarbeitung sowie zur Filter- und Zigarettenherstellung und Qualitätsmessung. Ein weltweit agierender Kundendienst rundet den Service ab. Freilich ist auf der Homepage der Körber-Stiftung über Hauni oder Zigarettenmaschinen nichts zu finden. Darauf wies ASS-Sprecher Karl Reichert-Schüller hin. Doch Binding war deutlich: Die Körber-Stiftung tue Gutes, betreibe auf diesem Weg aber eigentlich Lobbyarbeit für die Zigarettenindustrie und sei diesbezüglich die „Speerspitze“: „Für mich ist das also ambivalent", drückte der Abgeordnete seine zwiespältigen Gefühle bezüglich der Auszeichnung für den Arbeitskreis aus. An Lob für das Engagement des ASS wollte er nicht sparen. Er habe auch ein Problem, das jetzt anzusprechen. Gleichwohl stellte Binding deutlich fest: „Mit solchen Stiftungen arbeiten wir nicht zusammen“. Das konnte Reichert-Schüller so nicht stehen lassen. Zwar schätze er Bindings „Aktivitäten in der internationalen Tabakprävention“: ,,Aber es klingt wie ein Dogma, wenn man sagt: ́Mit denen reden wir nicht ́“. Reichert-Schüller meinte, vielleicht sollte Binding lieber auch hier das Gespräch suchen, um zu überzeugen. Die Körber-Stiftung arbeite vielfältig und positiv: „Vielleicht ist das ja auch etwas Wiedergut- machung“, so der ASS-Sprecher. Der Sozialdemokrat reagierte darauf, indem er dem ASS zwei Exemplare seines Buches „Kalter Rauch. Der Anfang vom Ende der Kippenrepublik“ überreichte. „Da steht auch was über Körber drin.“ Sprach's und referierte anschließend lange über die Rente ab 67 und die sozialen Sicherungssysteme. Zuvor hatte Reichert-Schüller das Wirken des ASS beleuchtet. Die öffentliche Hand ziehe sich immer weiter aus ihren sozialen Verpflichtungen zurück. Da brauche man das Engagement Älterer: „Wir sind wie ein Marktplatz. Wir geben unsere Fähigkeiten hinein andere holen sie ab.“ Mit dem Geld der Körber-Stiftung werde der ASS über Jahre finanziell unabhängig. Selbst auf den städtischen Zuschuss in Höhe von 500 Euro würde der Arbeitskreis verzichten. Bürgermeister Hansjörg Höfer habe das aber abgelehnt: „Er meinte: ́Das seid Ihr uns wert ́“ berichtete Reichert-Schüller. In wenigen Einzelfällen, so der ASS-Sprecher, werde man Bedürftige finanziell unterstützen. Zudem sei die Auszeichnung mit der Verpflichtung verbunden, das Geld für die Multiplikation der ASS-Idee einzusetzen. „Wir wollen in den Nachbargemeinden aber nicht als die Besserwisser aus Schriesheim dastehen“, so Reichert-Schüller. Einem der wichtigsten Multiplikatoren in der Region wird der ASS seine Arbeit dennoch gleich heute vorstellen. Landrat Stefan Dallinger hat sich im ASS-Büro angekündigt.

 

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MM  09. 06.2010

Schriesheim: ASS erhielt Preis von renommierter Körber-Stiftung

Die Aktiven berichten, wie die Bewertung durch die Jury und die Preisverleihung ablief.  20.000 € für die Arbeit mit Senioren. Von unserer Mitarbeiterin Linda Wallitzer

,,Es hat stolz gemacht, aber nicht vom Sitz gerissen“, beschreibt Karl Reichert-Schüller sein Gefühl nach der telefonisch übermittelten Nachricht, dass der „Arbeitskreis Schriesheimer Senioren“ (ASS) einen von drei mit 20 000 Euro dotierten Projektpreisen des Ideenwett-bewerbs der Hamburger Körber-Stiftung erhalten würde. ,,Eine schöne Ehre, aber wir konnten uns nicht vorstellen, was auf uns zukommt", berichtet Reichert-Schüller vor der Presse nach der Rückkehr von der Preisverleihung in der Hansestadt. „Die Stiftung hat es sich nicht leichtgemacht“, lautet Reichert-Schüllers Eindruck von der Arbeit der Jury. Der Projektleiter der Stiftung, Alexander Thamm, war eigens in Schriesheim gewesen, um sich selbst ein Bild vom ASS zu machen. „Es hat ihm richtig gut gefallen, was und wie wir hier arbeiten“, schätzt Reichert-Schüller seinen Eindruck ein. Peter Sommer, Mitinitiator des Arbeitskreises, ergänzt: ,,Wir haben das Thema des Wettbewerbs wohl am besten ge- troffen". So wuchs das „gute Gefühl“ immer mehr, auch in Hamburg die mit erfahrenen Leuten besetzte Jury der Körber-Stiftung von dem Wirken des Arbeitskreises überzeugen zu können. Zumal das ASS-Konzept denkbar einfach und überall machbar ist und viele Senioren anspricht, weil es vielfältige Aktivitäten ermöglicht und dabei auch noch die jeweilige Kommune mehr unterstützt, als dass es sie beansprucht. Eine der vielen Fragen seitens der Jury lautete: Was wird mit dem Preisgeld gemacht? Die Antwort seitens des ASS, damit über Jahre hinweg finanziell unabhängig sein zu wollen, sei bei der Jury gut angekommen, so Reichert- Schüller. Ebenso die Tatsache, dass in derZwischenzeit weitere Vorhaben ver- wirklicht wurden, wie die Broschüre ,,Wegweiser für Senioren“ und der neue regelmäßige Seniorentreff; als nächstes ist übrigens die Einrichtung einer eigenen Internet-Seite geplant. Angesichts dieser guten Basis reiste die ASS-Gruppe mit guter Stimmung nach Hamburg zur Preisvergabe. Dort feierte sie mit 400 geladenen Gästen und den Teilnehmern der 20 ausgewählten „Beweger“ des Jahres 2010 in den prachtvollen Räumlichkeiten der Körber-Stiftung. ,,Wir haben dort eine gute Figur abgegeben", bewertet Reichert-Schüller die Ver- anstaltung. Dabei wurde auch der in Schriesheim entstandene Videofilm über die ASS-Arbeit und deren Einbindung in der Stadt gezeigt – ein Portrait, das die ASS-Aktivitäten darstellt, ein Lob von Bürgermeister Höfer, für dessen Leistungen enthält und insgesamt Schriesheim als liebens und lebenswerte Stadt zeigt. Stichwort Körber-Stiftung:

- Sie ist benannt nach dem Hamburger Maschinenbau-Unternehmer

  Kurt Körber (1909-92), enger Freund von Alt-Bundeskanzler Helmut Schmidt.

- Ihr Vermögen: 510 Mio. Euro.

- Für ihren jetzigen Wettbewerb gab es 238 Bewerber aus ganz Deutschland; drei wurden

  mit je 20 000 Euro prämiert, unter anderem der ASS.

- Er vermittelt Senioren, die sich ehrenamtlich betätigen wollen. -tin

 

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RNZ  12./13.06. 2010

Schriesheim:  Unterstützung auf dem Weg in die Ausbildung

Nach vier Jahren läuft die Finanzierung für das erfolgreiche Projekt „Lernbegleiter“ aus. Das Land will nicht einspringen. Vor vier Jahren startete das Projekt Lernbegleiter. 1000 Schüler wurden seither in ganz Baden-Württemberg betreut, viele Ehrenamtliche konnten für die Begleitung gewonnen werden. „Es ist exzellent gelaufen“, bilanziert Sabine Becken- bach von Job Central, die die Schriesheimer Lernbegleiter betreut. Bezahlt wurde die Aktion mit der Spende eines Unternehmens. Genau für vier Jahre reichte das Geld. Weil ihre Stelle aus dem Fonds bezahlt wird, muss Beckenbach ab Ende September ihr Engage- ment auf weniger als ein Drittel der bisherigen Tätigkeit herunter fahren. Das Land springt nicht ein, auch wenn man sich in Stuttgart der Bedeutung des Projekts bewusst ist. „Ich habe einen Dankesbrief von Staatssekretär Georg Wacker bekommen“, berichtet Frau Beckenbach, die es ärgerlich findet, keine staatliche Fortfinanzierung zu bekommen. Nur Dank, aber kein Geld. Deshalb wurde für Schriesheim beschlossen, die Organisation in die Hände des Arbeitskreises Schriesheimer Senioren (ASS) zu legen, aus dessen Reihen be- reits vier der fünf Schriesheimer Lernbegleiter stammen. Unterstützt wird das Team weiterhin von Jugendsozialarbeiterin Nicola Klamer. Für den ASS war die Übertragung dieser Aufgabe zunächst ein harter Brocken. „Wir haben eine enorm lange Tätigkeitsliste bekommen und lange diskutiert, ob das für uns überhaupt möglich ist“, erklärt ASS-Mitglied Peter Sommer. Verbunden ist für ihn damit ein Bekenntnis zur Aktion Lernbegleiter: „Für mich ist es eine wichtige Aufgabe, wenn nicht gar die wichtigste, schließlich sind die Jugendlichen unsere Zukunft“. Der Lernbegleiter unterstützt seinen Schützling bei Fragen zu Schule und Beruf und hilft ihm beim Start ins Berufsleben. Mit der Zeit entsteht mitunter eine enge persönliche Bindung. „Niemand muss dafür ausgebildeter Pädagoge sein oder zehn Kinder großgezogen haben. Es ist auch nicht so zeitintensiv, man braucht etwa zwei Stunden die Woche“, bemerkt Sommer. Es sei keine Voraussetzung, dass der Lernbegleiter im Seniorenalter sei, fügt Werkrealschulrektorin Beate Hirth-Pferdekämper hinzu. Sie freue sich besonders über die Wertschätzung, die mit der Aktion nicht zuletzt ihrer Schule und deren Schülern entgegengebracht werde. „Die Schüler, die wir vorschlagen, sind keine Problemfälle, sondern können auch eher die ́stillen Mäuschen ́ sein“, sagt Werkrealschul-Lehrerin Dr. Petra Scheltwort. Schüler in ihrer Klasse haben gute Erfahrungen mit Lern- begleitern gemacht, und so befürwortet auch sie die Fortsetzung mit den künftigen Acht- klässlern. Die Schule will sogar noch einen Schritt weiter gehen und bereits die Fünft- klässler in den Genuss des Projekts bringen. Dafür werden jetzt Ehrenamtliche gesucht. Unterstützung bekommen sie von den bereits erfahrenen Lernbegleitern, und die Motivation liegt nicht zuletzt in den erzielten Erfolgen. Etwa, wenn ein Schüler eine Lehrstelle bekommt wie der frühere Schützling von Karl Reichert-Schüller oder auf dem Weg dorthin ist, wie die Schülerin, die Dr. Elke Neuser betreut: „Wir schreiben gerade Bewerbungen, sie hat ein Praktikum in Aussicht.“

Info: Interessierte können sich bei Jugendsozialarbeiterin Nicola Klamer

melden, Telefon 06203/60 21 16 oder per E-Mail unter sabine.beckenbach@jobcentral.de

 

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RNZ  Juni 2010

Schriesheim: (cab) „Konstruktiv und beharrlich“

ASS erhielt mit 20 000 Euro dotierten Projektpreis der Körber-Stiftung. Jetzt Teil des „USable“-Netzwerks

Der ASS hat einen von drei mit 20 000 Euro dotierten projektpreisen des Transatlantischen Ideenwettbewerbs „USable“ der Körber-Stiftung erhalten. Unter dem Motto ,,Beweger gesucht!" bewarben sich bundesweit 238 Initiativen bürgerschaftlichen Engagements der Generation „50+“. Die 20 ausgewählten Projekte sind über die gesamte Bundesrepublik verteilt, spiegeln die Vielfalt der Bereiche wider, in denen sich Ältere bürgerschaftlich engagieren und sind nun Teilnehmer des „USable“-Netzwerks, das die Körber-Stiftung regelmäßig zu Fortbildungen und zum Erfahrungsaustausch einlädt. Der ASS, so die Körber-Stiftung, sei aus den Erfahrungen entstanden, die Gründungsmitglied Reichert-Schüller bei beruflichen Reisen in die USA gemacht habe: „Das Ehrenamt wird dort vor allem in ländlichen Gebieten sehr großgeschrieben. Da ist es Tradition, dass die Menschen sich engagieren.“ Der ASS hilft zum Beispiel an Schulen, in Seniorenheimen und in Kindergärten und versteht sich als Netzwerk- und Beratungsplattform zu Fragen wie der seniorengerechten Entwicklung Schriesheims und als Anlaufstelle für andere Senioren, die ebenfalls ehrenamtlich aktiv sein wollen. Die Arbeit des ASS überzeugte die Jury besonders: „Menschen der Generation 50+ lassen sich hier nicht auf das Abstellgleis schieben, sondern bringen sich konstruktiv und beharrlich in die Gesellschaft ein“, so Alexander Thamm, Projektleiter des Wettbewerbs.

Info: Unter www.koerber-stiftung.de/gesellschaft/transatlantischerideen- wettbewerb -usable.html kann man das Video sehen, mit dem der ASS durch die Stiftung vorgestellt wird. Darin kommen auch Bürgermeister Hansjörg Höfer und ASS-Mitbegründer Peter Sommer zu Wort. 

 

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RNZ  04.03.2010

Schriesheim: (sk) Ein Wegweiser für Senioren mit 86 starken Seiten

ASS legt eine Broschüre vor, in der ältere Mitbürger Schriesheims nützliche Informationen aus den vielfältigsten Lebensbereichen finden Er ist klein, kompakt, aber ,,picke-packe voll mit Informationen", wie Ernst-Wilhelm Schaulinski mitteilte. Der ASS stellte seinen ,,Wegweiser für Senioren in Schriesheim" gestern der Presse vor. Das 86 Seiten starke Heft im DIN A4-Format kommt in einer Auflage von 1600 Stück frisch aus der Druckerei und enthält Informationen aus allen möglichen Lebensbereichen, die für Schriesheimer Senioren interessant sein könnten. Nach einem Grußwort von Bürgermeister Hansjörg Höfer und einem Vorwort von ASS-Sprecher Karl Reichert-Schüller geht es los mit einer Liste Schriesheimer Ärzte, Physiotherapeuten, Heilpraktiker und anderer, die nach Fachge-bieten sortiert ist. Im Anschluss werden soziale Einrichtungen wie AWO, Aktion Bewusstsein füt Brustkrebs und andere vorgestellt, dann folgen Vereine und Organisationen, die ent- weder ein auf Senioren zugeschnittenes Angebot machen oder aber die Möglichkeit, sich für andere oder eine bestimmte Sache zu engagieren. „Denn auch das ist für Ältere wichtig. Anderen zu helfen heißt auch selbst körperlich und geistig fit zu bleiben“, betonte Reichert-Schüller. Als zusätzlichen Service informieren Schaulinski und Erika Ziskoven über die heiklen Themen Rollatoren, Inkontinenz, Altersschwerhörigkeit und Grauen Star. ,, Damit wollen wir den Lesern die Furcht vor diesen Dingen nehmen“, begründete Schaulinski. So habe er die Erfahrung ge- macht, dass Menschen, die sich nach langem Zögern trauten, mit einem Rollator auf die Straße zu gehen, bereuten, das nicht schon früher gemacht zu haben. Voraus ging der Broschüre eine Menge Arbeit. In einem ersten Treffen Ende Oktober des letzten Jahres steckte das Redaktionsteam um Schaulinski den thematischen und organisatorischen Rahmen ab, dann wurden Adressen recherchiert und Anschreiben an Ärzte, Apotheken oder Vereine verteilt und viele von ihnen aufgesucht. Zahlreiche  Gewerbetreibende inserierten in dem Heft, für soziale Einrichtungen oder Fördervereine gab es die Anzeigen kostenlos. Auffällig ist die übersichtliche, liebevolle Gestaltung jeder einzelnen Seite. ,, Das ist ein Steckenpferd von mir“ verriet Schaulinski. Zugunsten eines übersichtlichen, gegliederten Schriftbilds und einer augenfreundlichen Größe der Buch- staben wurden viele Informationen gestrafft und zusammengefasst. Für Bessere Lesbarkeit wurde sogar auf mattes Papier geachtet. Abschließend sollen die Informationen in dem Büchlein nicht sein, so Schaulinski. „Wir haben vor, alle zwei Jahre eine neue Auflage mit aktuellen Änderungen herauszubringen“. Ein Lob kam von Höfer: ,,Das ist ein Heft, das man nicht so schnell aus der Hand legen mag“. Die kostenlose Broschüre,, Wegweiser für Senioren in Schriesheim“, herausgegeben vom ASS, wird erstmals beim Seniorenfrühschoppen des Mathaisemarkts am Montag 8. März, 10 Uhr, im Festzelt verteilt und liegt dann im Rathaus, in Arztpraxen, Apotheken und beim ASS aus.

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RNZ  29.01.2010

Die Senioren hoffen auf die Stadt.  Land zieht sich aus dem „Lernbegleiter“- Programm zurück. Von Stephanie Kuntermann Schriesheim

ASS will noch bekannter werden. Welche speziell auf Senioren zugeschnittenen Angebote gibt es in Schriesheim? Diese Frage stellte sich der ASS und recherchierte bei Kultur- und Sportvereinen oder Dienstleistern, die Produkte speziell für die ältere Generation anbieten. Seit November ist eine Gruppe unter Leitung von Ernst-Wilhelm Schaulinski dabei, alle diese Angebote in einer Broschüre mit dem Titel ,,Wegweiser für Senioren in Schriesheim" zusammenzufassen: ,,Die Resonanz war sehr gut", fasst ASS-Sprecher Karl Reichert-Schüller zusammen. Das 84 Seiten starke Heft soll beim Altenfrühschoppen am Mathaise- markt verteilt werden. Ein weiteres neues Projekt, über das die RNZ mit Reichert-Schüller und seinen Mitstreitern sprach, wird der Seniorenstammtisch sein. Dabei schwebt dem ASS ein geselliger Treffpunkt vor nach dem Vorbild eines Stammtisches, der seit 25 Jahren in Edingen-Neckarhausen existiert. Einen Vorteil sieht Stellvertretender ASS-Sprecher Peter Sommer darin, dass der ASS politisch und weltanschaulich neutral ist. Nicht zuletzt will der ASS im Ort noch bekannter werden. Zweimal jährlich stattfindende Infostände am Samstagvormittag sollen dabei helfen, ins Gespräch zu kommen. Informieren kann man sich dann auch über bereits laufende Projekte des ASS, etwa den ,,Lernbegleiter". Auf Initiative des Landes Baden-Württemberg kümmert sich jeweils ein ASS-Mitglied um einen Schüler und begleitet ihn auf dem Weg in die Berufstätigkeit. Das seit anderthalb Jahren laufende Projekt, an dem der- zeit fünf Neuntklässler der Kurpfalz-Hauptschule teilnehmen, habe sich gut entwickelt, berichtet Dr. Elke Neuser, die eine Schülerin betreut. Ab September will sich das Land aber trotz guter Erfolge aus der Verantwortlichkeit zurückziehen, die ASS-Mitglieder hoffen, dass die Stadt die Lücke schließt. ,,Das Ganze steht und fällt aber mit der Werkrealschule“, bemerkt Reichert-Schüller. Diesbezüglich gibt es ja positive Nachrich- ten. Ebenfalls gut entwickelt hat sich die Kleinkindbetreuung in den Räumen des  Kinde gartens Römerstraße. ASS-Beirätin Erika Ziskoven, gelernte Erzieherin, leitet die Gruppe, die gestressten Eltern an jedem Montag- nachmittag die Möglichkeit gibt, ihre Kinder betreuen zu lassen. An die Älteren denkt Ernst-Wilhelm Schaulinski mit seinem Trainingsprogramm ,,Musik bewegt", das in zwei Altersheimen der Stadt angeboten wird. Außer- dem soll es künftig in den Heimen auch Rätsel-Nachmittage geben. Mit dabei ist der ASS noch bei den Ferien- spielen, dem Mittagstisch der Sozial- station und bei der Eltern-Initiative für den Kurpfalz-Schulhof. Außerdem nimmt er regelmäßige Begehungen des Themenwegs Kuhberg und des Altstadtrundgangs vor.

Info: Treffen immer dienstags um 18 Uhr im ASS-Büro Heidelberger Straße 15 (Stadtarchiv). Mittwoch von 10 bis 13 Uhr ist der ASS dort ebenfalls

telefonisch erreichbar. Telefonnummer 0 62 03 / 93 76 25.

 

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