Presseartikel 2011

RNZ  18.08.2011

Für sie kommt mit der Rente keine Ruhe
Der Arbeitskreis Schriesheimer Senioren engagiert sich gleichermaßen für Jung und Alt

Schriesheim. (Si) "ASS" steht hier, nicht für Blutverdünnungsmittel sondern für "Arbeitskreis Schriesheimer Senioren". Inzwischen dürfte sich herumgesprochen haben, dass es sich hierbei nicht um einen Rentnerklub handelt, der sich alle Monate zur Geselligkeit trifft - was auch sein Gutes hat - sondern vielmehr um eine äußerst agile Truppe ,,50 Plus", für die der Eintritt ins Rentenalter ein Einschnitt, aber beileibe nicht gleichbedeutend mit nichtstun und ausruhen ist. Vielmehr sehen inzwischen rund 50 Personen nach ihrem Ausscheiden aus dem Beruf eine neue Chance, im Ehrenamt und speziell in diesem Verein, in der Folge kurz ASS genannt, ein breites lohnendes Tätigkeits- feld auszufüllen. Und hier nutzen die Mitglieder vor allem ihre Erfahr- ungen aus den viel- faltigsten Bereichen, die sie in den Verein einbringen. "Der ASS ist heute ein Beispiel für ein soziales und tolerantes Miteinander aller Generationen in unserer Gesellschaft", formuliert es der Verein auf seiner Homepage.  Die RNZ wollte es genauer wissen und sprach mit den Mitstreitern vor Ort in ihrem "Vereinslokal" im Stadtarchiv, mit dem Vorsitzenden Karl Reichert-Schüller und Stellvertreter Peter Sommer. Von den beiden stammt das Ideenpapier zur Förderung des bürgerschaftliehen Engagements von aktiven Senioren in Schriesheim, das sie 2007 Bürgermeister Hansjörg Höfer vorgetragen haben, um dann im Januar 2008 den Startschuss für die Aktivitäten des ASS geben zu können. Sie rannten damals offene Türen ein, denn auch im Gemeinderat machte man sich in jener Zeit Gedanken über den demografischen Wandel zn Verbindung mit den Schriesheimer Senioren. Weitere Gesprächspartner der Runde sind Ilona Schimanowski (Beirat), Ruth Mayer (Kasse), Dr. Elke Neuser (Öffentlichkeitsarbeit), des Weiteren Erika Ziskow und Dr. Gernot Maier (Beirat). Bürger ab 60 bis zum Ältesten mit 85 Jahren bringen sich heute im ASS ein. Reichert-Schüller nennt die Schwerpunkte wie Kleinkinderbetreuung, den Einsatz von Leihomas- und Opas sowie Arbeit in den Kindergärten und den Schulen. Der Hinterge- danke von ASS war auch, die personell nicht gerade überbesetzte Lehrerschaft zu unter- stützen und gleich­ zeitig die "Eltern mehr in die Pflicht zu nehmen, Inhalte mit auf den Weg zu geben“. Die Zeit und auch die Fähigkeiten fehlten hier oft, um diese Inhalte zu vermitteln. "In der Regel sind es Schüler mit Potenzial, die es noch nicht ausschöpfen. Hier können wir zumindest teilweise Lebensbegleitung und Hilfe geben." Peter Sommer nennt ergänzend das Projekt Lernbegleitung, das normalerweise ausgelaufen wäre. Für Schriesheim heißt es Lern- und Lebensbegleitung. Lückenbüßer sind die ASS-Mitglieder im positivsten Sinne, etwa bei den Lesepatenschaften. Von den Lehrern wird das Material ausgewählt; ASS-Mitglieder üben Lesen mit den Kindern und vermitteln die Inhalte. Wobei es im Vorstand des Vereins keine Lehrer gibt. Von den derzeit 64 Mitgliedern ist etwa die Hälfte regelmäßig engagiert, die andere Hälfte kümmert sich um die Kontaktpflege und die Geselligkeit. Sie alle kommen aus den verschiedensten Branchen.  Der Jugendpflege steht beim ASS das große Aufgabengebiet im Altenbereich gegenüber: So half der Verein bei der Essensausgabe in der Sozialstation beim Mittagstisch, seine Mitglieder sind in den Alten- heimen "Edelstein", "Stammberg" und "Ella" in Altenbach unterwegs. "Die Arbeit mit den alten Menschen hat uns viel gegeben, die geben auch etwas zurück", stellt Dr. Elke Neuser zu­ frieden fest und alle "gestehen" durchaus auch einen gewissen "Eigennutz" ein, etwa dass sie aus ihrem ehrenamtlichen Engagement in den Einzelprojekten auch Motivation für sich selbst ziehen. "Man gibt der Gesellschaft etwas und bekommt auch etwas zurück", so unisono alle am Tisch.

 

RNZ  18. 08.2011

Die Ideenliste ist lang ASS-Aktive sind gefragt

Schriesheim: (si) Jedes Jahr weren neue Themen an den ASS herangetragen. So habe Jugendsozialarbeiterin Nicole Klamer den ASS gebeten, den neuen Jugendgemeinderat zu unterstützen. Das bedeutet, dort mehr methodische Hilfe zu geben, wozu auch Verhaltens- regeln gehören, damit die Ergebnisse des jungen Gremiums mehr Akzeptanz in der Öffent- lichkeit erfahren. Auf der ASS- Wunschliste stehen ferner Kulturlotsen - Paten, die Kinder von sechs bis zwölf Jahren in die Feinheiten der Kultur und Umgangsformen einführen. Dr. Elke Neuser schwebt die "Stiftung Kinderland " vor, um Kinder an die Hand zu nehmen. Die Ideenliste ist lang, die der finanzierbaren Projekte etwas kürzer. Am 10. Oktober 2007 traf sich der Kreis zum ersten Mal. Am 31. Januar 2008 wurde das ASS-Büro in der Heidel-berger Straße 15 im Stadtarchiv eröffnet. Die Stadt hat den Raum zur Verfügung gestellt; von hier aus werden die Anforderungen und Aufgaben des ASS koordiniert. "Jeden Mitt-. wochvormittag sind dort Besucher und an unserer Arbeit interessierte Bürger willkommen". Jeden zweiten Mittwoch ist Kaffeenachmittag. Austausch für Mitglieder und Interessenten. Nachwuchssorgen habe man beim ASS kaum. Beim neuen Talhof-Projekt, dem Freitags-Gemüsestand am Marktplatz, halfen vor dem Stadtarchiv ASS-Mitglieder beim Verkauf mit. Da jetzt im Talhof die Zivis fehlen, ist der ASS zur Stelle. Ein Motto lautet übrigens: "Wenn man sich ehrenamtlich betätigt, lebt man gesünder und länger".

 



RNZ  09.06.2011

Lernbegleiter sind auch Lebensbegleiter

Die Stadt dankte den Ehrenamtlichen des ASS mit einem Sektempfang für ihre Arbeit mit Schülern. Von Nicoline Pilz, Schriesheim.

Sie ermöglichen mehr als reine Nachhilfe: Die Lernbegleiter vom ASS bieten "ihren" Jugendlichen ab der siebten Klasse Lebensbegleitung, Beratung und, ganz individuell nach Interesse, auch Freizeitgestaltung an. "Wir gehen auch mal ein Eis essen", erklärte eine Lernbegleiterin beim kleinen Empfang, den ihnen Bürgermeister Hansjörg Höfer nun im neuen Büro von Jugendsozialarbeiterin Nicola Klamer bereitete. Das Treffen war als Danke schön gedacht und kam auch so an. Zumal Klamer Geschenktüten mit Obst, Schokolade und nützlichen Schreibutensilien gepackt hatte. Seit drei Jahren läuft das Projekt "Indivi-duelle Lernbegleitung" in Schriesheim sehr gut. Das bestätigte auch die Rückmeldung von der Kurpfalz-Grund- und Werkrealschule. "Wir sehen sehr wohl, wie wertvoll das Ganze ist und wie erfolgreich es wirkt", betonte Schulleiterin Beate Hirth-Pferdkämper. Die Schule bringt die richtigen Partner zusammen, und dabei ist die Jugendsozialarbeiterin der Stadt wichtiges Bindeglied: "Wenn ich die Mutter des Ganzen bin, ist sie die Tante", lächelte Sabine Beckenbach von "Job Central" in Weinheim. Die Agentur zog das Projekt "Indivi-duelle Lernbegleitung" des Kultus- ministeriums an Land und verband mit dem Ehrenamt in der Region professionelle Strukturen in der Begleitung jugendlicher Schüler der Klassen-stufen sieben bis zehn an der Schwelle zur Ausbildung oder zur weiterführenden Schule. Lernbegleiter gibt es in Weinheim, Hirschberg und Heddesheim und jene elf vom ASS in Schriesheim, bei denen sich die Verwaltung nun bedankte. „Wir haben damit bei der Schule und der Verwaltung offene Türen eingerannt", erinnerte Pädagogin Beckenbach. Als ideal gilt in Schriesheim die Verknüpfung mit dem ASS. Denn nun, da sich bei "Job Central" das Projekt als solches "langsam ausschleicht", wie Beckenbach formulierte, sieht sie es beim ASS in "guten Händen". Und sie bescheinigte allen Lernbegleitern: "Sie machen das toll." Ein wenig Wehmut kam auf, weil die meisten Lernbe gleiter ihre Schüler nun abgeben werden. Sonderfälle wie der junge Mann, der den Wechsel von der Werk- realschule aufs Gymnasium schaffte, machen sie alle ein wenig stolz. Und sie schauen nach vorne. "Mit neuen Schülern werden wir auch neue Erfahrungen sam- meln", bekräftigte eine Beglei-terin. Sie sind sich auch sicher, dass sie innerhalb der Verwaltung hohe Anerkennung genießen. Das betonte Höfer noch einmal. Der Schirmherr des Projekts sagte zugleich die andauernde Unterstützung aus dem Rat- haus zu. "Bleiben Sie freudig dabei", bat der Bürgermeister die ASS-Mitglieder. Wer interessiert ist, Lernbegleiter beim ASS zu werden, wendet sich direkt an den Arbeitskreis, immer mittwochs von zehn bis zwölf Uhr, Telefon 06203/937625 oder an Jugendsozialarbeiterin Nicola Klamer, Tel: 06203/602116.

 

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RNZ  23.02.2011

Schriesheim: (sk) ASS sorgt sich um das Lernbegleiter-Projekt

FDP-Landtagsabgeordnete Dr. Birgit Arnold schaute beim Arbeitskreis Schriesheimer Senioren vorbei  Was wird aus einem sozialen Projekt, wenn das Land die Förderung einstellt? Eine Frage, die FDP-Landtagsabgeordnete Dr. Birgit Arnold den Mitgliedern des Arbeitskreises Schriesheimer Senioren (ASS) stellte. Seit langem habe sie schon vorge- habt, den ASS zu besuchen, betonte die Abgeordnete zu Beginn des Gesprächs, das sich um die Vorhaben der Senioren drehte. Dazu gehört das Lernbegleiter-Projekt, das im letzten Jahr vor dem Aus stand. Hintergrund war das Ende der Lernbegleiter-Förderung, die als „Anschubfinanzierung“ aus Mitteln der Landesstiftung bezahlt wurde. Das Land, so erklärte Arnold eingangs, „habe seinerzeit die Stiftung aus dem Verkaufserlös der EnBW errichtet. Allein 50 Millionen Euro an Zinsen aus dieser Stiftung werden jedes Jahr für verschiedene Projekte verwendet. Im Zeitraum von vier Jahren gingen fünf Millionen davon landesweit an das Lernbegleiter-Projekt. Ziel war, ehrenamtliche Kräfte aus- und weiter- zubilden. „Wir wurden von Sabine Beckenbach von der Firma 'Job Central' betreut“, erklärte ASS- Vorsitzender Karl Reichert-Schüller. Sie habe verschiedene Fortbildungen für die Lernbegleiter organisiert. Ganz beendet sei die Zusammenarbeit noch nicht: „Nach wie vor stellt sie zehn Prozent ihrer Kapazität für die Lernbegleiter zur Verfügung“, so Reichert-Schüller. Allerdings mit Einschränkungen: Betreut werden nicht nur die elf Schriesheimer Ehrenamtlichen, sondern sämtliche Lernbegleiter in und um Weinheim. Und das auch nur noch für ein Jahr, weshalb sich Reichert-Schüllers Stellvertreter Peter Sommer bereits nach einem Ersatz umschaute. Der kommt künftig von der Kurpfalz-Werkrealschule, die die Teilnahme an Fortbildungen org- anisieren will. Die Stadt Schriesheim unterstützt zudem die 14-tägigen Treffen der Ehrenamtlichen, die sich regelmäßig über ihre Arbeit und die Fortschritte „ihrer“ Jugendlichen austauschen. Die Erfolge der Lernbegleiter sind gut, das Interesse der Schüler an einer Begleitung hoch, weshalb Lernbegleiter und Schule bereits das ,,Einstiegsalter" der Jugendlichen herabgesetzt haben. Gerade bei Kindern auslän- discher Herkunft werde derzeit zudem eine verstärkte Zusammenarbeit mit den Eltern angestrebt, berichtete Arnold. So gibt es im Land neben Sprachkursen noch andere Angebote, etwa das “Rucksack“-Projekt, das den Eltern „Hausaufgaben“ mitgibt: „Denn die Eltern sollen ein Interesse am Bildungserfolg ihrer Kinder entwickeln.“ Ein anderes Anliegen brennt der bildungspolitischen Sprecherin und dreifachen Mutter seit Jahren unter den Nägeln: die verstärkte Einbeziehung der Männer in die Familienarbeit. „Väterjahre“ seien in anderen europäischen Ländern längst üblich, etwa in Island würden sie von 70 Prozent der Männer in Anspruch genommen, und auch die Arbeitgeber profitierten nach deren Rück- kehr von den Erfahrungen. „Wir haben hier in der Grundschule und im Kindergarten nämlich das Problem, dass die Männer verschwinden und die Kinder in den ersten Jahren nur Frauen sehen." Während im Gegenzug die Frauen wegen der Kinder aus den Betrieben verschwinden: „Und wir können es uns nicht erlauben, auf die Kompetenz gut ausgebildeter Frauen zu verzichten.“ „Welche Wertigkeit hat denn Kindererziehung?“, fragte Reichert-Schüller rhetorisch, und Arnold bekannte: „Dieser Wert kann gar nicht hoch genug eingeschätzt werden.“

 

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RNZ  07.02.2011

Stuttgart/Schriesheim: Schriesheims Senioren unter Top Ten im Ländle

Ehrenamt-Wettbewerb „Echt gut“: ASS gehört zu den Besten. Mappus empfing Ehrenamt- liche im Stuttgarter Schloss. Von Volker Knopf

Es war ein glanzvoller Abend am vergangenen Freitag im Neuen Stuttgarter Schloss. Ministerpräsident Stefan Mappus übergab Preise an verdiente Initiativen, die im Landes-Wettbewerb „Echt gut - Ehrenamt in Baden-Württemberg“ erfolgreich waren, darunter auch der ASS. Mehr als 1000 Gruppen und Vereine hatten sich in sechs Kategorien im Vorfeld bei dem Ehrenamtspreis beworben. 26 000 Bürger stimmten anschließend im Internet oder telefonisch über die Gewinner ab. Lediglich die „Top 10“ einer jeden Kategorie empfing der Ministerpräsident in der siebten Auflage des Wettbewerbs in der Landeshauptstadt. Und mittendrin ASS-Vorsitzender Karl Reichert-Schüller und Zweiter Vorsitzender Peter Sommer. Ihr Verein schaffte es in der Sparte „Ehrenamt Impuls“ am Ende zwar nicht ganz auf das Treppchen unter die ersten Drei, waren aber mehr als zufrieden damit, es unter die besten zehn im Land geschafft zu haben. „Wir haben heute nur Gewinner im Saal. Sie wurden nominiert und haben es unter den vielen Bewerbern bis hierher geschafft. Das wollen wir heute feiern und Ihnen etwas mit einem herz- lichen Dankeschön zurückgeben“, betonte SWR- Mann Markus Brock, der die Gala moderierte. Auch Minister-präsident Stefan Mappus war voll des Lobes für die Geehrten. „In Baden-Württemberg sind 41 Prozent der Menschen ehrenamtlich tätig. Das ist ein unglaublich großer Schatz. Für unser Land ist dieses ürgerschaftliche Engagement sehr wertvoll. Diese Menschen sind allesamt Vorbilder, die einen unschätzbaren Beitrag für unser Gemeinwesen leisten. Sie stehen heute stellver- tretend für die vielen Ehrenamtlichen im Land. Wir sind sehr stolz auf Sie“, so der Landes- vater in seiner Eingangsrede. Im Wettbewerbsbeitrag wurde die ehrenamtliche Arbeit von ASS wie folgt beschrieben: Karl Reichert-Schüller und Peter Sommer gründeten 2007 den Arbeitskreis Schriesheimer Senioren (ASS). Da waren sie gerade „Ruheständ1er“ gewor- den und fühlten sich wie viele Menschen in ihrem Alter noch fit genug, um Aufgaben zu übernehmen, die dem Gemeinwohl zu Gute kommen. Sie und ihre Mitstreiter begleiten zum Beispiel Kindergartenkinder bei ihren Ausflügen, lesen ihnen vor, spielen bei Bedarf „Leihoma“ und „Leihopa“, kümmern sich um Ältere und betreuen Schüler beim Übergang von Schule und Beruf. Bevor die Senioren aktiv werden, stellt der ASS zunächst sicher, dass dadurch kein regulärer bestehender Job überflüssig wird. Mittlerweile sind über 50 Senioren im Arbeitskreis aktiv, der sich erst kürzlich eine Vereinssatzung gab. Angetan von der Ehrenamtspreis-Gala im noblen Ambiente des Stuttgarter Schlosses zeigten sich auch die Vertreter der ehrenamtlichen Initiative aus Schriesheim: „Es ist schön, unter so vielen tollen Projekten mit ausgewählt worden zu sein. Das ist eine Auszeichnung für alle, die bei uns aktiv sind“, betonte Reichert-Schüller. Peter Sommer pflichtete ihm bei: „Für uns ist das ein toller Anreiz, uns weiter zu engagieren. Und nichtsdestotrotz: Man braucht auch ab und zu ein Lob. Das freut einen schon.“

 

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RNZ  04.02.2011

Er sagte im Trauzimmer „Danke“. Dort stieß der Arbeitskreis Schriesheimer Senioren mit Förderern an Schriesheim. (sk) „Sie sind wirklich ein Juwel an der Bergstraße“, lobte Dorothee Vogt. Von der Hamburger „Körber-Stiftung“ nach Schriesheim geschickt, meinte sie das bürgerschaftliche Engagement des Arbeitskreises Schriesheimer Senioren (ASS), das auf die Betreuer der Stiftung einen so großen Eindruck machte, dass der Verein als Preisträger unter 200 Mitbewerbern ausgewählt wurde. Solches Lob war den Senioren schon fast peinlich, aber beim „Danke-schön-Abend“ des ASS ließ sich eventuell aufkom- mende Verlegenheit schnell mit einem Gläschen Schriesheimer Wein herunterspülen. Und das in besonders gediegener Atmo- sphäre, wurde doch im Trauzimmer des Historischen Rathauses angestoßen. Was bei ASS-Vorsitzendem Karl Reichert-Schüller gleich eine ganze Assoziationskette in Gang setzte: „Ein Ehepaar gibt sich hier das Ja-Wort und meint damit, ich finde dich gut und das, was du machst.“ Ähnlich ergehe es dem ASS und seinen Förderern und Spendern, weshalb das Trauzimmer für eine Bekräftigung dieses „Ja“ hervorragend passe. „Wir haben auch den Wunsch, mit unseren Förderern alt zu werden“, spann Reichert-Schüller den Faden weiter. Zu diesen Förderern gehört nicht nur die Körber-Stiftung. Genannt wurde auch die Arbeitsgemein-schaft Bürger- schaftliches Engagement ARBES, außerdem die Stadt Schriesheim, die dem ASS das Büro im Stadtarchiv zur Verfügung stellt. Daneben galt der Dank auch der Bäckerei Heiß, der Winzergenossenschaft sowie Rechtsanwalt und Steuerberater Thomas Rufer. Von allen komme unbürokratische Hilfe und Unter- stützung, ebenso wie von Spendern, etwa Vladimir Starowiecki, Dr. Helmut Ortanderl oder den Helferinnen der Tagespflege. Ein Dank kam an diesem Abend auch von Bürgermeister-Stellvertreter Heinz Kimmel, der im

Namen von Gemeinderat und Verwaltung sagte: „Ich hoffe, dass Sie so weiterarbeiten und dem Namen Schriesheims so viel Ehre machen wie bisher.“

 

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RNZ  27.01.2011

Schriesheim: (sk) ASS mehrfach ausgezeichnet. Tatkräftige Arbeit gewürdigt

 „So viel Anerkennung, das war schon fast nicht mehr zu ertragen“, scherzte Karl Reichert-Schüller bei der Gründungsversammlung des ASS. An dieser Anerkennung arbeitete der neu gewählte Vorsitzende durch seine Bewerbungen tatkräftig mit, wofür ihm Ernst-Wilhelm Schaulinski im Namen der Mitglieder dankte. Im Laufe des letzten Jahres kam eine statt- liche Ehrungszahl zusammen, angefangen im April mit dem „USable“-Preis der Körber-Stiftung. Im November wurden die Senioren im Rahmen des Wettbewerbs „Echt gut - Ehrenamt in Baden-Württemberg“ für den Sonderpreis „Ehrenamt Impuls“ nominiert. Anfang Februar ist ein Festakt im Stuttgarter Schloss für die Sieger und Finalisten. Ebenfalls im November wurde der ASS beim Wettbewerb „Aktiv 2010 für Demokratie und Toleranz“ des Veranstalters ,,Bündnis für Demokratie und Toleranz“ als vorbildlich eingestuft und mit einem Preis ausgezeichnet. „Ideen-Initiative-Zukunft“ heißt schließlich ein Wettbewerb der „dm-Märkte" und der UNESCO-Kommission, bei dem der ASS für die Endabstimmung nominiert wurde.

 

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MM  27.01. 2011

Schriesheim: Arbeitskreis der Senioren wird gemeinnütziger eingetragener Verein (e. V.). Von unserer Mitarbeiterin Linda Wallitzer

Der Arbeitskreis Schriesheimer Senioren ist nun ein gemeinnütziger, eingetragener Verein. Nachdem im November das ASS-Leitungsteam das Protokoll der Vereinsgründung unter- zeichnet hatte, wurde jetzt im ASS-Büro im Haus des Stadtarchivs die Satzung von der Mitgliederversammlung einstimmig verabschiedet. Zuvor wurde das Statut vom Finanzamt und vom Amtsgericht Weinheim für das Vereinsregister als "eintragungsfähig" bestätigt. Vorsitzender Karl Reichert-Schüller wies die 28 Anwesenden auf den "Geist, der hinter der Satzung steht", hin. Der ASS werde wie bislang nicht als "klassischer Verein" tätig sein und

jegliche Administration, die nicht notwendig ist, weglassen. So erhebt der Verein keine Mitgliedsbeiträge, denn die finanzielle Basis wird in Eigeninitiative erwirtschaftet. Darüber hinaus werden Finanzierungen durch Spenden, Preis- und Fördergeldern genutzt. Der mittlerweile seit drei Jahren bestehende Arbeitskreis mit derzeit 64 Mitstreitern hat bereits ein vielbeachtetes Arbeitspensum vorgelegt. Nicht nur deshalb gibt es bundesweite Aner- kennung dafür. Allein die Aufzählung der neuen Aufgaben im abgelaufenen Jahr ließ auf- horchen; außergewöhnlich dabei die Organisation und Koordination des vom Land über- tragenen Lernbegleiter-Projektes an der Kurpfalz- Grund- und Werkrealschule. Darüber hinaus hat der ASS das Sozialamt der Stadt Schriesheim und die AWO-Kinderkrippe finanziell unterstützt. Unterschätzt hat das rührige ASS- Leitungsteam die starke Resonanz auf diese Mitgliederversammlung; mit 28 Teilnehmern war die Raum- kapazität stark strapaziert. Der positiven Stimmung schadete dies nicht. Fragen aus der Versammlung zur Verwendung der Preis- und Spendengelder sowie zur Zusammensetzung des Vorstands wurden von Reichert-Schüller beantwortet. Der von Ruth Mayer vorgelegte Kassenbericht wurde von den Revisoren bestätigt; die Entlastung erfolgte einstimmig. Nun kann der ASS in seinem neuen "Vereinsmantel" seine

vielfältigen Aufgaben weiterführen.

 

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MM  21.01.2011

Schriesheim: Gleich drei neue Auszeichnungen für den ASS

Der ASS heimst erneut viel Lob ein und findet auch überregional immer größere Aner- kennung. Alleine in den letzten Tagen und Wochen konnte der ASS drei neue Auszeich-   nungen verbuchen. „Ideen-Initiative-Zukunft“: Bei diesem Wettbewerb der dm-Märkte und der Deutschen UNESCO-Kommission e.V. hat der ASS die Jury von seiner Idee überzeugen können und wurde unter 4000 Einsendungen für die Endabstimmung nominiert. Bis 26. Januar darf sich der ASS in der dm-Marktfiliale in Weinheim vorstellen und nimmt damit an einer Kundenabstimmung teil. „Echt gut! Ehrenamt in Baden-Württemberg": Unter diesem Motto veranstaltete die Landesregierung in Zusammenarbeit mit der EnBW AG, dem Spar- kassenverband und der Landesstiftung einen Wettbewerb, bei dem herausragende Akti- vitäten auf dem Gebiet von Ehrenamt und bürgerschaftlichem Engagement ausgezeichnet und öffentlich vorgestellt werden sollten. Der ASS hat sich diesem Wettbewerb gestellt und wurde auch hier in der Kategorie „EnBW-Ehrenamt-Impuls“ nominiert. Am 4. Februar findet ein Festakt für die Finalisten dieses Wettbewerbes im Neuen Schloss in Stuttgart statt, zu dem der ASS eingeladen wurde. Die Sieger dieses Wettbewerbs werden dann vor Ort bekanntgegeben. „Aktiv für Demokratie und Toleranz 2010“: In diesem Wettbewerb wurde der ASS vom Bündnis für Demokratie und Toleranz unter bundesweit 400 eingereichten Projekten als vorbildlich eingestuft und mit einem Hauptpreis ausgezeichnet. In diesem Jahr wurden unter anderem auch Aktivitäten gesucht, die einen generationsbergreifenden Ansatz verfolgen und das bürgerschaftliche Engagement der Generation 50+ fördern. Natürlich sind die Aktiven des ASS hoch erfreut über diese Latte der Ehrungen. „Diese Auszeichnungen zeigen, dass das bürgerschaftliche Engagement der Menschen beim ASS als ein beispielhafter Beitrag zum Erhalt einer lebenswerten Gesellschaft große Anerkenn- ung findet“, betonte ASS-Sprecher Karl Reichert-Schüller gegenüber dem MM. „Wir konnten unsere Arbeit aber nur deshalb gut machen, weil wir im vergangenen Jahr auch wieder von Freunden außerhalb des ASS großzügig unterstützt worden sind“, so Reichert-Schüller. Diese hätten dazu beigetragen, dass der ASS „zu einer Institution in Schriesheim geworden ist, die heute aus dem gesellschaftlichen Leben unserer Stadt nicht mehr wegzu-. denken ist.“ -tin

 

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