Die Mitglieder und der Vorstand des ASS

trauern um ihren 1. Vorsitzenden

 

Karl Reichert Schüller

 

Sein unerwarteter Tod hat uns tief erschüttert und macht uns fassungslos. Als Mitbegründer und langjähriger 1. Vorsitzender war er mit seinem Engagement für den ASS auch weit über Schriesheim  hinaus ein geschätzter Ansprechpartner und anerkanntes Vorbild. Seine Ideen und seinen Rat werden wir vermissen.

Für die Mitglieder des ASS in tiefer Trauer

Der Vorstand

 

Sein Engagement war beispielhaft            RNZ 12.2.2017        

 

Der Initiator des Arbeitskreises Schriesheimer Senioren,

 Karl Reichert-Schüller, ist gestorben

 

Sehriesheim. (cab) Am vergangenen Donnerstag ist der Begründer und Vorsitzende des Arbeitskreises Schriesheimer Senioren (ASS), Karl Reichert-Schüller, nach schwerer Krankheit gestorben. Er wurde 70 Jahre alt. Reichert-Schüller war aktives Mitglied der "Schriesheimer Ökostromer" und kandidierte im Jahr 2014 auf dem Wahlvorschlag der Grünen Liste für den Gemeinderat. Bei den "Ökostromern" sorgte sein Tod ebenso für Bestürzung wie in den Reihen des ASS, dessen Initiator und beständiger Impulsgeber Reichert-Schüller war.

Er war der Überzeugung, dass sich ge­rade aktive Senioren ehrenamtlich für die Allgemeinheit einsetzen sollten -mit ihrer Zeit, ihrer Lebenserfahrung und ihren Verbindungen. Daraus formte er mit beispielhaftem Engagement und gemeinsam mit seinen Mitstreitern einen Verein, der schnell über die Grenzen der Region hinaus bekannt und ausgezeichnet wurde. Für Senioren, Familien, Kleinkinder und Schüler setzt sich der ASS vielfältig ein.

 Reichert-Schüller verstand es von Anfang an, die Mitglieder für die gute Sache zu begeistern, sie mitzureißen und den Verein mit anderen Organisationen und Ins­ titutionen zu vernetzen. Stets ging er mit gutem Beispiel voran. Außergewöhnlich an ihm war, wie er Menschen begegnete. Aufgeschlossen war Reichert-Schüller und nie voreingenommen. Er war ein Mann der stilleren, verbindlichen Töne, der inhaltlich überzeugte, immer neue Ideen hatte und nicht selten gute Taten für sich sprechen ließ. "Er war unser Zugpferd", sagte der stellvertretende ASS-Vorsitzende, Pe­ter Sommer, im Gespräch mit der RNZ:

 

"Wir haben ihm sehr viel zu verdanken."

Friedliebend sei Reichert-Schüller gewesen und ein Vermittler in der Sache. Als solcher wird er nicht nur den aktiven Senioren fehlen, sondern auch der Schries­heimer Stadtgesellschaft, deren Allgemeinwohl ihm am Herzen lag. Der Tod von Karl Reichert-Schüller ist überdies eine traurige Zäsur, die den ASS just in seinem Jubiläumsjahr trifft. Seit zehn Jahren leistet der Verein seine wertvolle Arbeit.

 

 

RNZ 9. 3. 2017

 

 

 

 

Gesundheit und

 

Geselligkeit für die

 

 

Älteren

ASS stellt beim Mathaisemarkt erstmals neuen Ratgeber für Senioren vor -Verein feiert dieses Jahr sein zehnjähriges Bestehen

 

Schriesheim. (sk) "Trinken Sie gewöhnlich Alkohol, um zu entspannen oder Ihre Nerven zu beruhigen?", "Trinken Sie, um Probleme für einige Zeit vergessen zu können?" -Diese Fragen gehören zu einem Test, der danach fragt, welche Rolle der Alkohol im Leben spielt; sie stehen auf Seite 40 des heuen Senioren-Weg­ weisers und gehören zum Kapitel "Gesundheitsinformationen".

Zum dritten Mal seit 2009 hat der Arbeitskreis Schriesheimer Senioren (ASS) nun das Nachschlagewerk herausgegeben. Diesmal ist es bunt, nebst Einband 88 Seiten stark und rundum auf den neuesten Stand gebracht. Verantwortlich sind Peter Korn, Klaus Maier, Fidi Näher-Rensland, Christoph Randt, Helga Reinhart und federführend Ernst-Wilhelm Schaulinski. Elke Neuser las Korrektur, die Druckvorlagen stammen von Charlotte und Karlheinz Günthers "Fotosatz pick-up", die dem ASS 150 Exemplare der Auflage von 2000 Stück spendeten. "Fer-umme" ist das Heft auch für die Leser, die es in Praxen, Apotheken, beim Bürgerbüro, der Stadtbibliothek oder der AWO bekommen.

Gesundheit-ganz vorne

 

 

Schaulinski erklärt die Gliederung: "Gesundheit und Gesunderhaltung spielt für Senioren eine besondere Rolle." Des halb steht dieses Kapitel ganz vorne. Es behandelt nicht nur das heikle Thema des Alkoholkonsums, sondern auch Probleme wie Inkontinenz und Altersschwerhörigkeit. Die ASS-Mitglieder wollen auf diese Weise Informationen vermitteln, sagt Schaulinski mit einem Lächeln, "ohne den Apotheken-Illustrierten Konkurrenz machen zu wollen." Für das Thema Inklusion wurde AWO-Lotsin Idil Reineke an Bord geholt, außerdem kann man sich über Rollatoren und Barrierefreiheit informieren. Einen breiten Raum nehmen Telefonnummern und Adressen von Ärzten, Heilpraktikern Physiotherapeuten oder Apotheken ein. Weiter geht es mit sozialen Einrichtungen wie AWO, Hospizhilfe. den Kirchen und dem Blauen Kreuz, danach folgen Adressen, Ansprechpartner, Telefonnummern von Sport-, Kultur-und Heimatvereinen, eben Initiativen, sagt Schaulinski, "in denen Senioren aktiv sein können. " Und weil der ASS seit Jahren in Schulen und Kindergärten aktiv ist, Hausaufgabenbetreuung oder Lesepatenschaften anbietet, folgen in der Übersicht die Fördervereine und zu guter Letzt die "sonstigen Vereine", da­ runter die Sportangler mit ihrem wunderbaren Motto: "Angeln ist die unver­ dächtigste  Art des Nichtstuns." Die eigene Vereinsarbeit nimmt einen unübersehbaren Platz ein, nämlich genau in der Mitte, an der Stelle, wo. die Seiten auseinanderklappen. "Wer sind wir" , lautet die Vorstellung, darunter ist ein Bild des Vereinsvorstands.

Rechts in der zweiten Reihe sieht man Karl Reichert-Schüller, den unlängst ver­ storbenen Vorsitzenden, Wegbereiter und Ideengeber des ASS. Seit die Arbeit an dem Heft im letzten Herbst begonnen wurde, wirkte auch er daran mit, die Fer­ tigstellung erlebte er nicht mehr. Es wird einen Moment lang still in der Runde, je­ der hängt seinen eigenen Gedanken nach -es brauchte tatkräftige Menschen wie ihn, um den ASS vor mittlerweile zehn Jahren aus der Taufe zu heben. Der Verein hatte sich von Anfang an auf die Fahnen geschrieben, dass Wissen, Erfahrungen und Kenntnisse von Senioren nicht brachliegen, sondern der Gesellschaft zu­ gutekommen sollen; mindestens ebenso. wichtig war auch immer die Geselligkeit.

Alle 14 Tage treffen sich die Mitglieder mal im ASS-Büro beim Stadtarchiv, mal in der Begegnungsstätte "mittendrin". Es gibt Foto-, Sing-, und Spielegruppen, Ausstellungen und Ausflugsfahrten. Und weil beim Verkauf von Anzeigen für den Seniorenratgeber ein kleiner Überschuss erwirtschaftet wurde, ist geplant, diesen ebenfalls "gesellig" zu verwenden: Die Schaffer wollen sich ein Helferessen gönnen.

 

 

 

 

DAS NACHRICHTENPORTAL RHEIN-NECKAR

SCHRIESHEIM: Der „Motor“ des Senioren-Arbeitskreises ist tot

Trauer um Karl Reichert-Schüller

 

Als die Vertreter der Schriesheimer Ökostromer am Freitagnachmittag ihr Konzept einer Stromtankstelle vorstellten (wir haben berichtet), da konnten sie über diesen Erfolg keine rechte Freude empfinden. Denn einer derer, die sich seit Beginn für dieses und andere Projekte engagiert hatte, war zuvor verstorben: Karl Reichert-Schüller erlag im Alter von 70 Jahren einem schweren Leiden.

Die Reaktion seiner Mitstreiter in Sachen Ökologie ist symptomatisch für die große Betroffenheit, die Reichert-Schüllers Tod in Schriesheim ausgelöst hat: Denn der Verstorbene war nicht nur in seinem ehrenamtlichen Engagement erfolgreich, sondern auch ein schlichtweg liebenswürdiger Mitmensch. Wer ihn begrüßte, der erhielt stets ein freundliches Lächeln. Auch seine Stimme war nie laut oder gar auftrumpfend, sondern leise, daher in jeder Beziehung bereit zum Dialog. Dabei durfte man sich aber nicht täuschen: In seinem Engagement war er dennoch oder vielleicht gerade deshalb erfolgreich, ja effizient. Engagement für Alt und Jung Für den Arbeitskreis Schriesheimer Senioren/ASS, der gerade 2017 zehn Jahre alt wird und dessen Motor, ja

dessen Seele er war, schaffte er es, Netzwerke zu knüpfen, Zuschüsse aus selbst weit entfernten Töpfen für die gute Sache anzuzapfen. Vor allem aber vermochte er, Mitmenschen zu motivieren, zum Engagement für

Senioren und Familien, Kinder und Jugendliche zu bewegen.

Auch in die Kommunalpolitik brachte er sich ein. Gesprächsfähig gegenüber jeder demokratischen Kraft, war es in seinen Augen dennoch die Grüne Liste, die seinen Anliegen am ehesten entsprach. 2014 kandidierte er für sie auf Platz 17 zum Gemeinderat. Sein Anliegen war die lebendige Stadtgesellschaft. Als einer ihrergroßen Vorkämpfer wird er fehlen - gerade jetzt. -tin

© Mannheimer Morgen, Dienstag, 14.02.2017

 

Reflexionen eines ASS-Mitglieds zur Aufnahme seiner ehrenamtlicher Aufgaben

 

Das Berufsleben geht zu Ende; all die vielfältigen Aufgabenstellungen, die der berufliche Alltag so vorsah, die Vorgaben und Ziele, Vorstellungen, Verantwortlichkeiten, das Streben nach persönlichen und wirtschaftlichen Erfolgen im Unternehmen sind nun Dinge der Vergangenheit. Der gern und vielzitierte Stress im Beruf hat ein Ende. Endlich ist die Zeit da, auf die man sich so lange gefreut hat. Endlich keine zwingenden Verpflichtungen mehr, kein frühes Aufstehen, keine Geschäftsessen bis spät in die Nacht, keine Geschäftsreisen, Messebesuche und das tägliche innerbetriebliche Klein-Klein – alles passé. Jetzt fängt das Leben an, so sagt man doch.

Ja, das Leben des Ruheständlers fühlt sich wirklich anders an. Anfangs pocht noch das schlechte Gewissen, wenn man sich um 8Uhr morgens gemütlich noch einmal im Bett herumdreht, anschließend das intensive Zeitungsstudium beim Frühstück genießt, welches zeitlich manchmal eigentlich eher schon in die Mittagszeit hineinreicht. Danach entspannen oder lieber zum Bummeln in die Stadt? Und muss es denn heute unbedingt Gartenarbeit sein? – Ach was, das kann doch auch noch bis morgen warten – endlich hat man doch die Freiheit, sich einfach mal zu verweigern und lieber spontan etwa einen Ausflug zu machen…. Nach wenigen Wochen hat sich das schlechte Gewissen auch gelegt, wer außer man selbst soll einem denn auch schon Vorwürfe machen für das genussvolle Ausleben der neuen Freiheit?

Irgendwann aber endet diese Phase des Ruheständler-Daseins. Genug entspannt, Städtetouren sind auch schon einige gemacht, Museumsbesuche sind zwar immer wieder interessant, aber nichts Außergewöhnliches mehr, sie werden jetzt einfach nach Belieben festgelegt. Freunde und Bekannte will man auch nicht allzu oft heimsuchen, Stippvisiten bei den noch arbeitenden Ex-Kollegen im Unternehmen werden auch immer kürzer und einsilbiger – da muss es doch noch mehr geben?! 

Das Ehrenamt ruft! Schon so oft habe ich interessiert die Berichte in der Tageszeitung gelesen über das, was Andere in ihrer Freizeit so treiben – ehrenamtlich, freiwillig, unentgeltlich für Leute, die Unterstützung gebrauchen können. Schon oft habe ich mir eingestanden: „eigentlich müsste man….“ Und dann gibt ein Zeitungsbericht die Initialzündung: jetzt melde auch ich mich beim ASS und bringe mich ein. Nicht zu oft, nicht dauernd, nicht jeden Tag und keinesfalls zu früher Morgenstunde und am liebsten mit Kindern. Kindergartenkinder einen Vormittag als Betreuer auf einem Ausflug begleiten, damit der Ausflug mit dann ausreichend Betreuern überhaupt stattfinden kann, oder schwächeren Schülern 1 oder 2mal die Woche ein Stündchen in der Hausaufgabenbetreuung beistehen, Kindern mit Migrationshintergrund oder Flüchtlingen beim Erlernen oder Verbessern ihrer Deutschkenntnisse unter die Arme greifen – alles überschaubare und temporäre Aufgabenstellungen, bei denen der eigene Einsatz entsprechend den eigenen Fähigkeiten und Neigungen selbst definiert werden kann. Eine Vielzahl anderer – für mich selbst (noch?) nicht geeignete - Aufgaben wären z.B. die Betreuung älterer oder kranker Mitbürger, Einkäufe machen oder Hunde ausführen für temporär Gehandicapte, Bastelnachmittage oder Ausflüge für die Bewohner von Altenheimen, ….

Es gibt so vielfältige Ansätze für ehrenamtliches Engagement. Mir wurde der Einstieg sehr leicht gemacht: der Chef des ASS persönlich stellte mich Lehrern vor, die für ihre Schüler Unterstützer suchten. Ich wurde freudig begrüßt, es gab keine Berührungsängste, keine Ressentiments gegenüber mir bekennendem Nicht-Pädagogen, sondern nur Freude darüber, dass endlich bestimmte Aufgaben bearbeitet werden können und schon war ich dabei und mittendrin. Und wie viel  Vertrauen bringen erst die Kinder einem entgegen, wie freuen sie sich, dass sich jemand exklusiv mit ihnen beschäftigt und wie dankbar sind sie für die Stündchen, die man für sie investiert – ja, es macht mir wirklich auch Spaß!

Bei allem persönlichen Engagement, sei es klein oder groß, kommt beim ASS übrigens auch nicht zu kurz, dass wir uns selbst etwas gönnen: regelmäßiger Nachmittagskaffee mit angeregtem Gedankenaustausch und mehr oder weniger tiefgreifendes Schwätzchen im Büro, Spielenachmittage, Wanderungen oder Ausflüge usw. usf.

Mir macht es Freude, an der einen oder anderen Stelle ehrenamtlich helfen zu können. Und alles läuft so intensiv, wie ich selbst es möchte und zulasse. Spontane Urlaube auch außerhalb der Ferienzeiten sind also dennoch immer drin. Alles ist freiwillig, kein „Höher, Schneller, Weiter“ wie früher im Beruf, kein „fishing for compliments“ oder Anerkennungsurkunden; mir reicht, was strahlende Kinderaugen zurückgeben und kann jeden Interessierten nur ermuntern, sich auf ein derartiges Engagement einzulassen.

 

Peter M. Ahlf

 

Willkommen beim Arbeitskreis Schriesheimer Senioren (ASS)

 

 Wir freuen uns über Ihr Interesse.
Beim ASS kommen ältere Menschen zusammen, die sich
bürgerschaftlich engagieren, die ihr Wissen, ihr Können und ihre
Erfahrung an die Gesellschaft weitergeben wollen.
Auf den folgenden Seiten finden Sie alle  Informatioen über uns und unsere Arbeit.
Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim "Blättern"

Einen interessanten, professionellen Film über den ASS finden Sie hier!